“Denn wer will von seinem Lieblingssessel schon auf Depotauszüge und Kurskurven blicken…”

“By the way, who wants to look from his favorite chair on deposit statements and rate curves…”

(Ralph Anstoetz, Money pleasantly spent, Advertorial, Artinvestor 03/2008, p. 23)

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“Eine erfolgreiche Auktion braucht zwei Dinge: Geld und Testosteron.”

“A successful auction needs two things: money and testosterone.”

(Sammler/Collector Stefan Edlis, Artinvestor 03/2008, p. 22)

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“Kunst wird heute reduziert auf das Schaffen von Objekten. Sie wird so Teil der Produktwelt mit dem gleichen System aus Marketing, Kommerz und Medienhingabe. Sie zählt zur oberen Gruppe exklusiver Ware.”

“Art is nowadays reduced to the creation of objects. It will be part of the product world with the same system of marketing, commerce and media devotion. It belongs to the exclusive group of top merchandise.”

(Germano Celant, Fondazione Prada. Artinvestor 03/2008, p. 17)

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“Kunst oder Dividende? Wenn Mitarbeiter entlassen werden, kann man keine Kunst kaufen.”

“Art or dividend? If employees are dismissed, you can not buy art.”

(Helge Achenbach, Achenbach Art Consulting, Artinvestor 03/2008, p. 48)

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“Wenn eine Bank ihre Kunstschätze in einem Museum  zeigt und um die Ecke schon ihre Art Banker auf neue Kunden warten, dann kommt das sicherlich nicht so gut an. Eine solche Strategie darf nicht als Machonummer enden.”

“If a bank’s art treasures are shown in a museum and it´s art bankers are waiting around the corner for new customers, then certainly this will not be well received. Such a strategy shall not end as a macho score.”

(Helge Achenbach, Achenbach Art Consulting,  Artinvestor 03/2008, p. 50)

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“Erstaunlich, wie wenige Künstler das fast grenzwertige Angebot ablehnen. Ich könnte es gut verstehen, wenn einer sagen würde: ‘ So eine kommerzielle Nummer will ich nicht.’ “

“Amazing how few artists reject almost borderline offers. I could understand it if one would say: ‘I will not do such a commercial stunt.”

(Ingrid Roosen-Trinks, Montblanc Kulturstiftung, Artinvestor 03/2008, p. 50)

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“Kunst ist die neue Droge, die nicht nur Identität verspricht, sondern auch saftige Wertsteigerungen.”

“Art is the new drug, which not only promises identity, but also juicy gains.”

(Birgit Rieger, Artinvestor 03/2008, p. 106)

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“Künstler leben nicht in einem politik- und marktfreien Raum, sie haben oft sehr gut funktionierende Strategien der Selbstvermarktung. Es wäre heuchlerisch etwas anderes zu behaupten. Aber glauben Sie mir, meine Finger sind sauber.”

“Artists do not live in a space free from markets and politics, they often have very good strategies of self-marketing. It would be hypocritical to say something else. But believe me, my fingers are clean.”

(Olaffur Eliasson, Kunstforum Bd. 192, S. 346)

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“Soll man staunen über die Studenten, deren Berufswünsche Geld und Sicherheit heißen? Über ihren Zulauf zu skrupellosen Unternehmensberatungen, über das jugendliche Alter der Börsenspekulanten, der Hedgefondsmanager? Über angehende Künstler, die keinen Charakter, sondern nur Erfolg auf dem Markt suchen? Kaum geschlüpfte Küken mit feuchtem Federkleid und großem Schnabel, »hungrig« nennt man wohl diesen enthemmten Appetit in der Sprache der Personalberater.”

“Should we wonder about the students, who name their career ambitions money and security? About their inlet to unscrupulous business consultancies, the youthful age of stock market speculators, of hedge fund managers? About budding artists who do not seek character, but only success in the market? Hardly chicken with damp feathers and a large beak, “hungry” one may probably call this uninhibited appetite in the language of human ressources consultants.”

(Jens Jessen, Die traurigen Streber, Die Zeit, 28.08.2008 Nr. 36)

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“Markets are conversations.”

“Märkte sind Unterhaltungen.”

(The Cluetrain Manifesto, 1999)

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“Ich bin gegen die Idee, dass Kunst einfach schön oder leicht konsumierbar ist. Kunst soll ein Weckruf sein, nur so funktioniert gute Kunst. Sie kann die Wahrnehmung verändern.”

“I am against the idea that art is simply beautiful or easy to consume. Art should be a wake-up call, it is the only way good art works. It can change the perception.”

(Monica Bonvicini, Artinvestor 4/2008, p. 78)

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“Warum also nicht verbindliche Standards und Praktiken einführen, die auch die Stabilität und Glaubwürdigkeit des Kunstmarkts schützen?”

“So why not introduce mandatory standards and practices, protect the stability and credibility of the art market?”

(Elizabeth Markevitch, Artinvestor 04/2008, p. 56)

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“Der emotionale Aspekt, der auch die Attraktivität und den langfristigen Wert vieler zeitgenössischer Werke ausmacht, wird von spekulativer Marktmanipulation überrollt.”

“The emotional aspect, including the attractiveness and the long-term value of many contemporary works concerned, is being steamrolled by speculative market manipulation.”

(Elizabeth Markevitch, Artinvestor 04/2008, p. 56)

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“Was den Kapitalismus und die Marktwirtschaft angeht, so muß man sie unter allen Umständen erhalten und sie nicht abschaffen wollen – sie müssen nur sozusagen zivilisiert werden. Grenzen müssen gesetzt werden: Freiheit ohne Selbstbeschränkung, entfesselte Freiheit also, endet auf wirtschaftlichem Gebiet zwangsläufig in einem Catch-as-catch-can und schließlich in einem Ruf nach einem >starken Mann<, der alles wieder richten soll.”

“Concerning capitalism and the market economy, it is necessary to preserve them under all circumstances and not wanting to abolish them - they just need to be civilized, so to speak. Borders must be set: freedom without self-restraint, then unleashed freedom, ends in the economic field necessarily in a catch-as - catch-can, and finally in a call for >a strong man<, who should straighten everything out. “

(Marion Gräfin Dönhoff, DIE ZEIT Nr. 39, 18. Sept. 2008 p. 25)

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“Über weniger als 30 Prozent Rendite lachten die Banker.”

“Bankers laughed about less than 30 percent return.”

(Heike Buchter, Mark Schieritz & Arne Storn, DIE ZEIT Nr. 39, 18. Sept. 2008 p. 23)

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“Und in jeder dieser Gruppen gibt es einen, wie Richard Florida formuliert, „Super-Kreativen Kern“, der sich aus denjenigen rekrutiert, die wirklich gutes Geld verdienen. Die Prominenten der Kreativen, die einen Ruf weit über ihre Region entwickeln. Wer diese „Superkreativen“ an eine Region zu binden vermag, wird nicht nur gutverdienende Steuerzahler erhalten, sondern auch willige und höchst effektive Botschafter und Multiplikatoren.

(Matthias Horx, Die kreative Ökonomie, S. 11)

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“Im Ringelnatzmuseum habe ich gelesen, dass Herr Ringelnatz im Jahr 1923 gute Geschäfte gemacht habe, „im Inflationsjahr 1923, als viele Menschen ihr Geld in krisenfeste Kunstwerke investierten“. Die Erkenntnis, dass Menschen in Krisenzeiten die Kunst als krisenfest erachten, war neu für mich, und ich habe mich gefragt, warum dieser für meinen Berufsstand so erfreuliche Zusammenhang in der Lehre an deutschen Kunsthochschulen vernachlässigt wird.”

(Antje Schiffers, http://www.antjeschiffers.de/cuxhaven/archiv.htm)

“Zusammenfassend kann ich sagen: In der neuen Kunstwelt funktionieren Museen und Künstler wie Galerien, und Sammler sind mutiger als Museen. Es ist wichtig, ein statement zu machen.”

(Nicola Trezzi (aus dem Englischen von Daniela Janer) Monopol 09/2010, S. 58)