Cover of the first edition of the publication, Dada. Edited by Tristan Tzara. Zürich, 1917

Dada or Dadaism is a cultural movement that began in Zürich, Switzerland, during World War I and peaked from 1916 to 1922.[1] The movement primarily involved visual arts, literature—poetry, art manifestoes, art theory—theatre, and graphic design, and concentrated its anti-war politics through a rejection of the prevailing standards in art through anti-art cultural works. Its purpose was to ridicule what its participants considered to be the meaninglessness of the modern world. In addition to being anti-war, dada was also anti-bourgeois and anarchistic in nature.

Dada activities included public gatherings, demonstrations, and publication of art/literary journals; passionate coverage of art, politics, and culture were topics often discussed in a variety of media. The movement influenced later styles like the avant-garde and downtown music movements, and groups including surrealism, Nouveau réalisme, pop art, Fluxus and punk rock.

“Dada is the groundwork to abstract art and sound poetry, a starting point for performance art, a prelude to postmodernism, an influence on pop art, a celebration of antiart to be later embraced for anarcho-political uses in the 1960s and the movement that lay the foundation for Surrealism.”
—Marc Lowenthal, translator’s introduction to Francis Picabia’s I Am a Beautiful Monster: Poetry, Prose, And Provocation

The French avant-garde kept abreast of Dada activities in Zürich with regular communications from Tristan Tzara (whose pseudonym means “sad in country,” a name chosen to protest the treatment of Jews in his native Romania), who exchanged letters, poems, and magazines with Guillaume Apollinaire, André Breton, Max Jacob, Clément Pansaers, and other French writers, critics and artists.

Dadaist groups sprung in the Netherlands, Georgia, Yugoslavia and numerous other countries.

A prominent Dada group in Japan was MAVO, founded by Tomoyoshi Murayama and Yanase Masamu. Other prominent artists were Jun Tsuji, Eisuke Yoshiyuki, Shinkichi Takahashi and Katsue Kitasono.

While broad, the movement was unstable. By 1924 in Paris, Dada was melding into surrealism, and artists had gone on to other ideas and movements, including surrealism, social realism and other forms of modernism. Some theorists argue that Dada was actually the beginning of postmodern art.

By the dawn of World War II, many of the European Dadaists had fled or emigrated to the United States. Some died in death camps under Hitler, who persecuted the kind of “Degenerate art” that Dada represented. The movement became less active as post-World War II optimism led to new movements in art and literature.

Dada is a named influence and reference of various anti-art and political and cultural movements including the Situationists and culture jamming groups like the Cacophony Society.

At the same time that the Zürich Dadaists made noise and spectacle at the Cabaret Voltaire, Vladimir Lenin wrote his revolutionary plans for Russia in a nearby apartment. Tom Stoppard used this coincidence as a premise for his play Travesties (1974), which includes Tzara, Lenin, and James Joyce as characters. French writer Dominique Noguez imagined Lenin as a member of the Dada group in his tongue-in-cheek Lénine Dada (1989).

The Cabaret Voltaire fell into disrepair until it was occupied from January to March, 2002, by a group proclaiming themselves neo-Dadaists, led by Mark Divo. The group included Jan Thieler, Ingo Giezendanner, Aiana Calugar, Lennie Lee and Dan Jones. After their eviction the space became a museum dedicated to the history of Dada. The work of Lennie Lee and Dan Jones remained on the walls of the museum.

Several notable retrospectives have examined the influence of Dada upon art and society. In 1967, a large Dada retrospective was held in Paris, France. In 2006, the Museum of Modern Art in New York City held a Dada exhibition in conjunction with the National Gallery of Art in Washington D.C. and the Centre Pompidou in Paris.

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Dada oder Dadaismus war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 von Hugo Ball, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp in Zürich gegründet wurde und sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst bzw. Kunstformen – die oft parodiert wurden – und bürgerlicher Ideale auszeichnete. Vom Dada gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur heutigen Zeitgenössischen Kunst aus.

Im Wesentlichen war es eine Revolte gegen die Kunst von Seiten der Künstler selbst, die die Gesellschaft ihrer Zeit und deren Wertesystem ablehnten.

Als Tristan Tzara 1919 nach Paris gereist war, fand er in der dortigen kulturellen Avantgarde bereits eine kritische und rebellische Stimmung vor. Es war nicht wie in Berlin eine vollkommen neue Konfrontation mit den Ideen von Dada und der ANTI-Kunst, sondern die Künstler waren einerseits durch Dichter wie Guillaume Apollinaire beeinflusst, der schon ein Jahr zuvor die herkömmlichen Sprach- und Dichtungsformen in Frage gestellt hatte. Zum anderen wurden sie auch durch die Erfahrungen des Zürich-Dada geprägt, der in Paris flüchtig bekannt war. Anders war hier auch die Tatsache, dass beim Paris-Dada fast ausschließlich Dichter und Literaten eine Rolle spielten. Man beschränkte sich dort fast nur auf das Gedichte-Schreiben und Rezitieren.

Andre Breton schreibt später in „Caracteres de l’evolution moderne” über Tzara, den er den Menschen „mit dem herausfordernden Blick” nennt: „Schon sein bloßes Hiersein macht endlich Schluß mit all den abgedroschenen, biederen Diskussionen, die bis dahin Paris täglich mehr auf Provinzniveau herunterbrachten.” Eine gewisse Zeit gelang es den Dadaisten, die Pariser mit ihren Un-Sinns- Veranstaltungen zu schockieren.

D’Esparbes, ein der Dada-Bewegung sehr wenig gewogener Journalist, beschrieb eine solche Orgie des Absurden, die sich die Dadaisten anläßlich einer Ausstellung von Collagen Max Ernsts leisteten: „Mit der sie kennzeichnenden Geschmacklosigkeit haben sich die Dadaisten diesmal auf Angstmachen verlegt. Die Szene spielte im Keller, und alles Licht innerhalb des Ladens wurde ausgeschaltet. Aus einer Falltür drang ständig Geseufze und Gestöhn. Einer der Witzbolde hatte sich hinter einen Schrank versteckt und überschüttete die Besucher mit unflätigen Wörtern … Die Dadaisten, ohne Krawatte und in weißen Handschuhen, schlenderten beständig auf und ab … Andre Breton kaute an Streichhölzern, Ribemont-Dessaignes schrie alle Augenblicke: es regnet auf einen Schädel, Aragon miaute wie eine Katze, Philippe Soupault spielte mit Tzara Versteck, Benjamin Peret und Charchoune begrüßten sich unzählige Male mit Handschlag. Am Eingang lungerte Jacques Rigaut herum und zählte laut die Autos und die Perlen der Besucherinnen . . .” Die witzigen Effekte solcher Auftritte lassen allerdings vermuten, daß ein durch Kunstskandale der jeweiligen Avantgarde in seiner Neugier verwöhntes Großstadtpublikum solche Provokationen schließlich wohl nur noch genießend aufgenommen hätte: ein inzwischen geläufig gewordenes Phänomen der modernen Kunst, die ja zunehmend nicht mehr auf schönen Schein, sondern darauf aus ist, Denkanstöße zu vermitteln und daher häufig zur Provokation übergeht; der Provokation aber folgt nicht selten die Vermarktung und der entzückende Konsum durch die Snobs auf dem Fuße.”

Doch Paris sollte auch der Schauplatz sein, wo Dada sich selbst zerstörte. Die Dadaisten wurden zunehmend engstirniger und zerstritten sich untereinander. Jeder ging seine eigenen Wege und hatte seine eigene Meinung.

1922 veranstaltete man den „Kongress von Paris“, der als allgemeine Auflösung des Dadaismus gilt. Das Problem war, dass viele die an diesem Kongress teilnahmen, letztendlich gegen Dada waren und die eigentlichen Dadaisten sich nicht untereinander einigen konnten, wie es weitergehen sollte. Man wollte auf diesem Kongress eine weitere „Dada-Bombe zünden“, jedoch André Breton, auf den man sich verlassen hatte, griff stattdessen Tristan Tzara massiv an, und so kam es auch hier zum Streit zwischen ehemaligen Freunden. Später gab es noch teilweise handgreifliche Auseinandersetzungen auf Dada-Veranstaltungen, auf denen André Breton auf die Bühne kletterte und Darsteller während der Aufführung angriff.